Weit verbreitet ist der Ausspruch: „Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt.“ Dabei stellt sich die Frage, ob denn jeder weiß, wie der Kühlschrank wirklich funktioniert.
Das Medium (Außenluft, Sole der Erdbohrung oder Grundwasser) wird zunächst vom Kältekreislauf aufgenommen. Die Kälteflüssigkeit kondensiert bereits bei sehr niedrigen Temperaturen. Über den Verdichter wird das Gemisch komprimiert. An dieser Stelle wird Strom als Antriebsenergie benötigt.
Der Verdichter erhöht den Druck des Gasgemisches und damit die Temperatur. Ein höherer Druck geht einher mit einer hohen Temperatur. Dieses Prinzip stellt man auch fest, wenn man eine Luftpumpe mit der Hand vorne zuhält und dann pumpt. An der Hand spürt man dann eine aufkommende Wärme.
Das heißt nicht, dass man eine Wärmepumpe nicht mit Heizkörpern betreiben kann. Um eine Wärmepumpe richtig auslegen und einen fachgerechten hydraulischen Abgleich durchführen zu können, lassen wir vorher von einem Energieberater eine raumweise Heizlast nach DIN EN 12831 berechnen. Gerade beim Einsatz von Heizkörpern lässt sich so überprüfen, wie weit man die Vorlauftemperatur absenken kann. Angestrebt werden sollte eine maximale Vorlauftemperatur von 55 Grad.